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Scheideninfektion

Die Kolpitis ist für Frauen der häufigste Grund zum Frauenarzt/Frauenärztin zu gehen.

Es juckt, es brennt und schmerzt: Bei fünf Millionen Frauen in Deutschland verursachen Bakterien und Hefepilze Scheiden-Entzündungen, die sog. Kolpitis. Früher wurde mangelhafte Hygiene oder zu häufig wechselnde Geschlechtspartner für die Entstehung einer Kolpitis verantwortlich gemacht. Diese Auffassung ist heute überholt.

Inzwischen steht fest: die Ursache der Scheidenentzündung ist ein lokaler Immundefekt der Scheidenschleimhaut. Es ist völlig normal, dass jeder Mensch in seinem Körper Pilze und Bakterien trägt. Problematisch wird es erst dann, wenn die Abwehrlage der Haut oder Schleimhaut beeinträchtigt ist.

Normale Milchsäurebakterien, die sog. Döderleinflora, kennzeichnet einen bakteriellen Selbstschutz der Vagina. Um Krankheitserreger abzuwehren, bilden die Döderleinbakterien Milchsäure und Wasserstoffperoxyd. Milchssäurebakterien sorgen in der Scheide für ein saures Milieu und produzieren Stoffe, die schädliche Bakterien abwehren. Werden die Milchsäurebakterien geschwächt, ändert sich der Säuregehalt der Scheide. Die Folge ist eine Entzündung der Scheide.

Durch zu häufiges Waschen mit Seife und das Tragen enger Kleidung sowie regelmäßiges Verwenden von Slipeinlagen wird die Entzündung der Scheide begünstigt. Bei einer akuten Entzündung wird bei der gynäkologischen Untersuchung festgestellt, ob es sich um eine Hefepilz- oder eine bakterielle Kolpitis handelt.

Dann erhalten Sie ein Medikament, welches die Ursache beseitigt. Prophylaktisch können Sie regelmäßig (z.B. 2 x pro Woche) Naturjogurt mit lebenden Kulturen) in die Scheide einführen, oder sich Ascorbinsäure (Vitamin C) in speziellen Zäpfchen besorgen, die ebenfalls den Säuregrad der Scheide wiederherstellen.

Bei häufig wiederkehrenden Infektionen werden wir nach Ursachen hierfür forschen, z.B. zusätzliche durch Geschlechtskontakte übertragbare Erkrankungen oder genitale Infektionen beim Partner ausschließen. Manchmal führen auch seelische Belastungen (z.B. Sexualkonflikte) zu rezidivierenden Entzündungen im Genitalbereich.

In hartnäckigen Fällen bei starker Beeinträchtigung der Lebensqualität kann eine Impfung durchgeführt werden.

Ab sofort informieren wir des Weiteren über folgende fest etablierte Zusatzangebote:

  • Chlamydienabstrich (bei wiederkehrenden Infektionen im Urogenitalbereich)
  • HPV Abstrich
  • Impfung gegen wiederkehrende Pilzinfektionen
  • Untersuchungen auf sexuell übertragbare Erkrankungen
Frauenärztin Dr. med. Christiane König · Hemmstraße 212-240 · 28215 Bremen
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