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Wechseljahre

Der Umgang mit Beschwerden in den Wechseljahren ist einem kulturellen Wandel unterlegen.

In einer Berliner Studie von Frau Prof. Schultz-Zehden wurde festgestellt, dass überhaupt nur 30 % der Frauen Beschwerden haben, umgekehrt haben also 70 % gar keine oder nur leichte Beschwerden.

Eigentlich ist es kein "Versagen", in den Wechseljahren körperliche Symptome zu haben, wie z.B. Hitzewallungen und Schlafstörungen.

In den Forschungen kam heraus, dass insbesondere Frauen, die regelmäßig Sport an der frischen Luft treiben (z.B. 2 - 3 x pro Woche Walking) bei einem ansonsten zufriedenen Leben keine oder nur sehr wenig beeinträchtigende Beschwerden haben.

Es gibt keine Messeinheiten, nach denen man die von den Frauen so unterschiedlich erlebten Symptome messen könnte, sog. "scores" dafür fehlen. So gibt es Frauen, die ihre "Wärmewallungen" durchaus als angenehm empfinden.

Hervorgerufen werden die Hitzewallungen von den Hormonschwankungen, die in der Übergangsphase auftreten.

Die Frage nach einem Hormonspiegel wird immer wieder an uns herangetragen. Dieser wurde in der Vergangenheit oft bestimmt, um eine Notwenigkeit bei zu niedrigem Östrogenspiegel für eine Hormontherapie zu begründen.

Es steht fest, dass bei lang andauernden niedrigen Östrogenwerten, d.h. verminderter Produktion der Eierstöcke - was in den Wechseljahren ganz natürlich ist- die Regelblutung ausbleibt.

Die früher sehr leichtfertig angebotene Hormontherapie hat bekannte Risiken, aber der Nutzen ist nicht belegt.

Es gibt keine Studien, die belegen, dass Hormone tatsächlich vor Herzinfarkt oder Morbus Alzheimer schützen, auch wenn die Industrie das in den Zeitschriften verspricht.

Es gibt Untersuchungen, dass Hormonersatztherapie das Risiko senkt, an Osteoporose zu erkranken, aber dafür werden hohe Risiken eingegangen, die bisher verharmlost wurden. Andere Methoden um einer Osteoporose vorzubeugen, sind mindestens gleichwertig und mit weniger Nebenwirkungen behaftet.

Die Erhöhung der Brustkrebsrate nach längerer Anwendung bedeutet, dass von 10 000 Frauen, die keine Hormone nehmen, 30 Frauen an Brustkrebs erkranken, aber 38 von 10 000 Frauen, die eine Hormonersatzbehandlung durchführen.

Gesichert ist die Wirkung der Östrogene auf Atrophie-Erscheinungen im Urogenitaltrakt (Schrumpfung der Vaginalschleimhaut mit Beschwerden). Hierzu reicht aber eine lokale Östrogenbehandlung aus mit dem Hormon Estriol, welches nicht gegen Osteoporose wirksam ist, aber die unangenehmen Erscheinungen im Vaginalbereich in Form von Salben oder Zäpfchen beheben kann.

Die Wechseljahre einer Frau können durchaus eine Chance sein, die bisherige Biographie neu zu betrachten, um zu schauen, was in der jetzt anliegenden Lebensphase für Bedürfnisse bestehen und sich auch zu gestatten, nicht immer nur funktionieren zu müssen bzw. zu können.

Eine Ernähungsumstellung sowie eine das positive Körpererleben stärkende Entspannungsmethode wie z.B. Yoga kann hilfreich sein, dennoch geht es darum, dass jede Frau für sich herausbekommt, was ihr in dieser Phase gut tun kann.

Wir führen in unserer Praxis regelmäßig Informationsabende zum Thema Ernährung in den Wechseljahren durch. (Referentin Frau Heike Frey, Ernährungsberaterin).

Es wird immer nur eine individuelle Antwort darauf geben, kein Allheilrezept mit Hormonen kann dort Lösungen bieten. Bei starken Beschwerden wird in Einzelfällen eine Hormonbehandlung weiterhin eingesetzt bzw. empfohlen werden, ihre Wirkung muss aber jährlich überprüft werden.

Ein neuer "anti-aging" -Markt ist in den letzten Jahren als Lifestyle - Angebot entwickelt worden,als Ausdruck der gesellschaftlichen Wertschätzung von ewiger Jugendlichkeit, Schönheit und Attraktivität.

Dabei werden Arzneimittel ohne Zulassung, wie z.B. DHEAS und Potenzmittel Viagra und das neuere Cialis (Tadalafil), oft bedenken- und verantwortungslos eingesetzt. Eigentlich handelt es sich hierbei um "Doping im Alltag."

Der Nutzen dieser über Internet oder fragwürdige Life-style-Anbieter verbreiteten Präparate ist nicht erforscht, allerdings gibt es bekannte Risiken, die oft verharmlost werden.

  • erweiterte Brustkrebsdiagnostik (Mammasonographie , Ultraschall der Brüste)
  • erweiterte Darmkrebsvorsorge
  • Fußreflexzonen-Massage
  • Craniosacraltherapie
  • Ernährungsberatung
  • Mamma Care Programm
  • Beckenbodengymnastik

Schauen Sie sich zu diesem Punkt bitte auch unsere Zusatzleistungen an.

Frauenärztin Dr. med. Christiane König · Hemmstraße 212-240 · 28215 Bremen
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